Wirkung

Bodenkalke sind vorwiegend Bodenverbesserungsmittel und wirken auf die Kulturböden durch Veränderung von Bodenparametern. Sie dienen durch ihre "basische Wirkung" hauptsächlich der Neutralisierung von Säuren und in der Folge der Regulierung des Boden-pH-Wertes. In Abhängigkeit der Bodenart und der angepflanzten Kultur (Ackerfrüchte, Grünland, Wald) sollte der pH-Wert für eine ökonomisch sinnvolle Pflanzenproduktion zwischen pH 5 und pH 7 liegen.

Noch wichtiger als die pH-Wertregulierung der Böden ist die strukturverbessernde und stabilisierende Wirkung von gebrannten und teilgebrannten Bodenkalken ( Mischkalke) auf mittlere und schwere lehm- und tonhältige Böden.

Die "Tonflockung" und nachträgliche Verkittung der Tonteilchen bei Abtrocknen und die Kettenbildung der zweifach positiven Kalziumionen mit den negativen Tonteilchen hilft beim Aufbau des sog. "Ton-Humus-Komplexes".
Eine gute Bodenstruktur (rechts) ermöglicht eine optimale Durchwurzelung und damit eine gute Ausnutzung der Boden- und Düngernährstoffe. Bodenkalk ist der "Maurer im Boden".
   
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