Kalkung auf Maisstroh – neue Möglichkeiten nutzen!

Seit heuer gilt eine Mindestbodenbedeckung für Acker- und Dauerkulturflächen. Diese Mindestbodenbedeckung kann erreicht werden, indem bspw. das Maisstroh gehäckselt und über den Winter am Feld belassen wird. Das Maisstroh kann nach dem häckseln auch gegrubbert werden. Beide Varianten sind erlaubt. Damit ist es möglich, dass auf dem gehäckselten Maisstroh eine Kalkung nachgeholt werden kann. Kalkungsmaßnahmen, die bspw. aufgrund von schlechter Befahrbarkeit verschoben wurden, können nun problemlos nachgeholt werden.

Maisstrohkalkung – Hygienewirkung von Brannt- und Mischkalk nutzen!

Die Maisstrohkalkung ist eine wichtige Hygienemaßnahme gegen Pilzkrankheiten wie bspw. Fusarien. Sie hilft, den Infektionsdruck zu reduzieren. Pilzsporen bevorzugen nämlich eine feucht-saure Umgebung. Bei diesen Bedingungen findet eine optimale Pilzvermehrung statt. Durch eine Kalkung mit Brannt- bzw. Mischkalken wird ein alkalischer pH-Bereich geschaffen und die Pilzvermehrung damit drastisch reduziert. Optimalerweise sollte der Kalk mehrere Tage lang durch Tau und Niederschläge mit dem Stroh vermischt werden. Auch zusätzliches Häckseln bringt eine verbesserte Wirkung des Kalkes mit sich. Bei gekalktem Stroh setzt die Rotte deutlich früher ein. Dadurch wird der Bildung einer Maisstrohmatratze vorgebeugt. Zumeist bilden sich Maisstrohmatratzen durch zu feuchte Bodenbearbeitung (mangelnde Luftzufuhr). Mit einer Kalkung wird eine optimale Strohrotte erreicht und zusätzlich die Bodengare verbessert.

Die Vorteile einer Maisstrohkalkung sind:

  • Gute Befahrbarkeit (geringes Risiko von Bodenverdichtungen)
  • Kalkausbringung verbessert die Strohrotte
  • Kalkung in Zeiten geringerer Arbeitsspitzen
  • Feldhygiene und Verminderung von Pilzkrankheiten
  • bessere Bodendurchlüftung und Wasserspeicherung

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