Almkalkung bringt Mehrerträge und rechnet sich!

Unsere Almen dienen insbesondere in den Sommermonaten als Weideflächen für Nutztiere. Daher sollte auch ein besonderes Augenmerk auf den Zustand und die Gesundheit der Böden unserer Almen gelegt werden. Ein Thema ist immer wieder die Versauerung von Almflächen und wie diese verhindert werden kann.

Warum versauern unsere Almen?

Die Bodenversauerung geschieht aufgrund mehrerer natürlicher Ursachen. Ein wesentlicher Grund ist die Nährstoffaufnahme durch Pflanzen. Durch die Nährstoffaufnahme der Pflanzen werden H+-Ionen abgegeben, welche den Boden versauern. Ein weiterer Grund ist die Atmung von Bodenlebewesen. Diese Tierchen sind für den Boden sehr wichtig, aber sie brauchen Luft zum Atmen und geben COab. Dieses CO2 reagiert mit dem Wasser im Boden zu Kohlensäure, was den Boden ebenfalls versauert. Auch die Humusbildung hat eine versauernde Wirkung auf den Boden. Dabei werden nämlich organische Säuren frei.

Welche negativen Auswirkungen hat die Bodenversauerung?

Wertvolle Futtergräser haben einen höheren Anspruch an die Bodenverhältnisse (pH-Wert, Nährstoffverfügbarkeit usw.). Werden diese Ansprüche nicht erfüllt, verschwinden die wertvollen Futtergräser von den Almen. An deren Stelle treten säurezeigende Gräser wie der Bürstling oder die Rasenschmiele. Besonders in Hanglagen kommt es auch zu einer vermehrten Ausbreitung von Heidelbeere, Preiselbeere, Almrausch oder Latschen. Dadurch verliert die Alm zunehmend an Futterfläche für die Nutztiere. Die Bodenversauerung bringt noch eine Reihe weiterer negativer Folgen wie:

  • Absterben des Bodenlebens
  • Verschlechterung der Bodenstruktur
  • Nährstoffauswaschung
  • Freisetzung von Aluminium, Mangan, Kupfer, Zink, Eisen Chrom
  • Geringeres Wurzelwachstum
  • Geringes Wasserhaltevermögen
  • Zunehmende Bodenvernässung

Wie kann die Bodenversauerung verhindert werden?

Um der Bodenversauerung von Almen entgegenzuwirken, bietet die Firma Bodenkalk Almkalkungen an. Als Grundlage dafür wird empfohlen, zuvor eine Bodenprobe zu ziehen und diese im Labor analysieren zu lassen. Die Bodenanalyse gibt Auskunft über den pH-Wert, Nährstoffverfügbarkeit, Kationenaustauschkapazität usw. Aufgrund der Analyse können wir konkrete Kalkungsempfehlungen genau auf den jeweiligen Standort angepasst abgeben. Durch die Kalkung wird der pH-Wert erhöht. Damit wird die Tätigkeit des Bodenlebens angeregt und auch die Nährstoffverfügbarkeit im Boden erhöht. Durch die Zufuhr von Kalzium wird die Bodenstruktur verbessert. Pflanzen können tiefer wurzeln und bekommen mehr Wasser und Nährstoffe. Es ist wieder möglich, anspruchsvollere Futtergräser zu etablieren. Die genannten Säurezeiger wie Drahtschmiele, Preiselbeere usw. gehen zurück und es steht wieder mehr Futterfläche zur Verfügung.

Wie wird eine Almkalkung durchgeführt?

Die Almkalkung kann auf gut befahrbaren Almflächen mit Traktor und Kalk- bzw. Mineraldüngerstreuer durchgeführt werden. In steileren Lagen, die nicht befahrbar sind, kann der Kalk mit einem Verblasgerät ausgebracht werden. Üblicherweise werden kohlensaure Kalke in loser bzw. granulierter Form für eine Almkalkung verwendet.

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